Begriff / AbkürzungErklärung
APIApplication Programming Interface – Unter der API versteht man eine Programmierschnittstelle. Die API ist ein Programmteil, mit dessen Hilfe anderen Programmen eine Schnittstelle zum Datenaustausch zur Verfügung gestellt wird, über die ein Softwaresystem angebunden werden kann.
ARGEARGE Neue Medien – Die ARGE ist ein Dienstleister, als Zusammenschluss von Markenherstellern der Haustechnikbranche. Hauptaufgabe ist die Organisation und das Qualitätsmanagement von Produktdaten sowie die Normierung von Datenstandards und -formaten.
B2BBusiness-to-Business (oder B-to-B oder BtB) – Hierunter versteht man die Geschäftsbeziehungen zwischen zwei oder mehr Unternehmen.
B2CBusiness-to-Customer (oder Business-to-Client oder B-to-B oder BtC) – Hierunter versteht man die Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Konsumenten wie z.B. Privatpersonen.
BIMBuilding-Information-Modeling – Beschreibt eine Methode der Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mithilfe von Software und Standards. Hierbei werden alle Bauwerksdaten digital erfasst und modelliert.
BMECatBMEcat – Hierbei handelt es sich um ein standardisiertes Austauschformat für elektronische Kataloge. Das Format basiert auf der XML-Technologie und sorgt für einen standardisierten Austausch von Katalogdaten und Produktklassifikationssystemen.
BPMNBusiness Process Model and Notation – Die aktuelle Version 2.0 ist eine grafische Spezifikationssprache im Prozessmanagement. BPMN stellt u.a. Symbole zur Verfügung, mit denen Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe modelliert und dokumentiert werden können.
CMISContent Management Interoperability Services – Ziel ist die Regelung der Zugriffe von Content Management Systemen (oder ähnliche) auf Ordner, Dokumente und deren Beziehungen untereinander. Es handelt sich hierbei um einen offenen und herstellerunabhängigen Standard, zur Anbindung von Systemen. Viele Unternehmen wie z.B. IBM, SAP oder Microsoft unterstützen diesen Standard.
CMPCross-Media-Publishing – Unter CMP versteht man das medienübergreifende Publizieren aus einer Datenquelle in verschieden Kanäle wie z.B. Print, Online, Mobile etc..
CMSContent-Management-System – Ist ein System zur Erstellung und Verwaltung von Webseiten. Das CMS ermöglicht eine gemeinschaftliche und redaktionelle Bearbeitung der Webseite. Der Anwender hat die Möglichkeit Inhalte wie Texte und Multimedia-Dokumenten zu pflegen.
CRMCustomer-Relationship-Management – Zu dt. Kundenbeziehungsmanagement oder frei übersetzt „Pflege der Kundenbeziehungen“. Durch entsprechende Unternehmensprozesse und spezieller Software (CRM-Systeme) wird die Akquise von Neukunden und die Pflege von Bestandskunden organisiert und nachhaltig gepflegt.
CSVComma-separated values – Ist ein Dateiformat. Dieses Format beschreibt den Aufbau einer Textdatei, welche zur Speicherung und Austausch strukturierter Daten dient.
DAMDigital-Asset-Management – Siehe MAM
DATANORMDATANORM – Ist ein Dateiformat für den Datenaustausch. Das Format wird primär im Baugewerbe in der Sanitär-, Heizungs- und Elektrobranche genutzt. Das Dateiformat dient zur Kommunikation und Datenaustausch von Artikelstammdaten zwischen Lieferanten, Großhandel und Handwerk.
DBPDatabase-Publishing – Dient zur datenbankgestützten und (teil-)automatisierten Medienproduktion, zur Erstellung von z.B. Preislisten, Katalogen oder sonstigen Print – Publikationen u.a. mit Hilfe von Desktop-Publishing Systemen wie z.B. InDesign.
DMSDocument-Management-System – versteht man eine datenbankgestützte Organisation und Verwaltung von elektronischen Dokumenten aller Art. Fokus ist die Archivierung und Koordination von Entwicklung, Überarbeitung, Kontrolle und Verteilung von Dokumenten.
DQMData-Quality-Management – Bezeichnet sämtliche Maßnahmen zur Verbesserung und Controlling der Daten-Qualität. Zur Realisierung der Maßnahmen werden entsprechende Regelwerke, Pflege- und Prüf-Prozesse definiert. Diese können mit Hilfe von entsprechenden Software-Werkzeuge abgebildet werden.
DTPDesktop-Publishing – Steht für computergestütztes Erstellen von Dokumenten. Mit Hilfe von Programmen wie z.B. Adobe InDesign oder QuarkXpress werden z.B. Broschüren, Katalogen, Zeitschriften oder Bücher digital erstellt.
E-ProcurementE-Procurement (Elektronische Beschaffung) – Steht für  den elektronischen Einkauf von Gütern und Dienstleistungen unter der Software-Nutzung von Informations- und Kommunikationssystemen (eProcurement-Systemen).
eclassoder ecl@ss – Ist ein weltweiter Datenstandard, er dient der eindeutigen Beschreibung von Produkten und Dienstleistungen sowie deren Klassifikationen. Er ermöglicht den digitalen Datenaustausch von Produktdaten zwischen Sendern und Empfängern, vornehmlich für Unternehmen und elektronische Marktplätze. Ecl@ss ist branchen-neutral und multilinguale fähig.
ELDANORMELDANORN – ist ein Übertragungsprotokoll für den Austausch von Artikelstammdaten und ähnelt dem DATANORM Format. Dient aber als branchenspezifischer Standard und findet nur im Elektrohandwerk seine Anwendung.
ERPEnterprise-Resource-Planning – Systeme oder auch ERP-Systeme erlauben es den Unternehmen die gesamten Geschäftsprozesse von Einkauf, Planung, Finanzen, Fertigung bis hin zum Verkauf abzubilden. Die verschiedenen Bereiche können so miteinander in Beziehung gesetzt werden und automatisiert werden.
ETIMEuropäisches Technisches bzw. Elektrotechnisches InformationsModell
Fab-DISFabricants distributeurs – Etabliertes französisches Austauschformat zwischen Herstellern und Händlern, basierend auf dem BMEcat-Standard. Vornehmlich in der Baubranche und Gebäudetechnik zu finden.
GAEBGemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen – GAEB ist ein Containerformat zum Datenaustausch von Leistungsverzeichnissen. Das Leistungsverzeichnis soll z.B. einen Arbeitsauftrag, ein Projekt oder eine komplette Ausschreibung beschreiben.
GDSNGlobal-Data-Synchronisation-Network – Ist ein weltweiter Zusammenschluss von Stammdatenquellen, die einen globalen Austausch von Artikel-/Produkt-Daten auf elektronischer Basis ermöglichen. Der Austausch soll zwischen Industrie und Handel erfolgen.
GLNGlobal-Location-Number -Ist die eindeutige Identifikations-Nummer aus dem GS1 System (früher EAN).
Golden RecordGolden Record – Im Kontext von PIM-Systemen, versteht man hierunter den perfekt ausgeprägten Produktdatensatz mit allen Produktinformationen in perfekter Datenqualität. Hierzu gehören z.B. verschiedenste Merkmale, Referenzen, Bilder oder Dokumente (Assets) und Beziehungen. Der Zustand des perfekten Produktdatensatz ist jedoch aus verschiedenen Perspektiven zu bewerten, so würde z.B. eine Marketing-Abteilung eine andere Bewertung als z.B. eine Entwicklungs-Abteilung ansetzen. Auch ist der perfekte Produktdatensatz im Kontext der Ausweitungen zu differenzieren.
GPCGlobal-Product-Classification – Ist der Standard zur Produktklassifizierung für das GDSN (Global Data Synchronisation Network) von GS1.
GS1Global-Standards-One – Ist eine weltweite Organisation für globale Standards zur Verbesserung von Wertschöpfungsketten in der Industrie, Handel/Einzelhandel und bei Dienstleistern. Weiterhin organisiert GS1 die weltweite Vergabe der Global-Trade-Item-Number (siehe GTIN).
GTINGlobal-Trade-Item-Number – Ist eine eindeutige weltweit gültige Identifikationsnummer, mit der Produkte/Artikel ausgezeichnet werden können. GTIN ist der Nachfolger der EAN Nummer. Die Organisation und Verwaltung wird durch GS1 Organisation (siehe GS1) gewährleistet.
JDFJob Definition Format – Das auf XML basierende Format erlaubt den direkten Datenaustausch zwischen verschiedenen IT Systemen in der Druckerei, Druck-Vorstufe, Weiterverarbeitung bis hin zu E-Business-Anwendungen und Management-Informationssystemen.
KlassifizierungUnter Klassifizierung, im Kontext von Produktdaten, versteht man die einheitliche und eindeutige Beschreibung von Produkten. Neben der eindeutigen Identifizierung eines Produktes, sollten diese auch in eine Gruppenstruktur eingeordnet werden können, um sie mit anderen Produkten vergleichen und gemeinsam bearbeiten zu können.
MAMMedia-Asset-Management oder Digital-Asset-Management – Hierunter versteht man die medienneutrale Speicherung und Verwaltung von beliebigen digitalen Dateien. Die Fokussierung liegt auf Mediendateien wie Grafiken, Fotos, Videos, Musikdateien aber auch Texte und Dokumente.
MDMMaster-Data-Management – zu dt. Stammdatenmanagement. Durch entsprechende Methoden und spezieller Software (MDM-Systeme) werden alle unternehmenskritischen Daten mit einem gemeinsamen Referenzpunkt verknüpft. Dies erhöht die Datenqualität und optimiert gleichzeitig den Datenaustausch zwischen Mitarbeitern, Abteilungen und Geschäftspartnern.
medienneutralmedienneutral – Ist ein Begriff aus der Medien-Industrie und wird oft im Kontext der medienneutralen Datenhaltung verwendet. Dieser besagt, dass Daten medienunabhängige gespeichert werden, damit dieselben Daten als Vorlage für verschiedene Datenformate und verschieden Ausgabe-Kanäle (Cross Media Publishing) verwendet werden können.
MerkmalMerkmal (oder Attribut oder Eigenschaften) – Hierunter versteht man die Eigenschaften eines Produkts oder Artikels. Ein Produkt/Artikel besteht in der Regel aus mehreren Attributen wie z.B. Identifikationsnummer, Artikelnummer, Name, Beschreibung oder technischen Attributen wie Länge, Höhe, Breite etc. Das Set an Attributen stellt das Datenmodell des PIM-Systems und damit die Basis für alle Pflegemechanismen und Ausweitungen dar. Das Datenmodell ist Garant für die erfolgreiche Einführung eines PIM-Systems und sollte so granular wie möglich aufgebaut werden.
MRMMarketing-Resource-Management – Steht für die Steuerung, Organisation und Optimierung von Prozessen und Methoden, sowohl interner als auch externe, Marketing Ressourcen. Softwarelösungen in diesem Kontext bieten die Möglichkeiten der Planung und Budgetierung von Kampagnen, Projektmanagement, zentrale Verwaltung von Content sowie Controlling und Analyse.
nexMartnexMart Informations- und Fachhandelsportal – Das Portal ist eine B-t-B Plattform für Lieferanten und Händlern der Branchen Werkzeuge, Beschläge, Eisenwaren, Holz und technischer Bedarf. nexMart bietet eine automatisierte Bestellabwicklung und einen durchgängig digitalen Bestellprozess.
OCPOmni Channel Publishing
onBoardingLieferanten-onBoarding – Lösungsszenario meist für Handelsunternehmen, die digitale Lieferantendaten ergonomisch und nachhaltig in bestehende Systeme übertragen, validieren und managen können.
Open IcecatOpen Icecat – weltweit offener Katalog für Produktinformationen, Icecat ist ein Open Content-Projekt.
PaaSPlattform as a Service – Man spricht von Platform as a Service wenn die gesamte Hardware sowie das Betriebssystem sowie die Laufzeitumgebung als „Service“ bzw. zur Miete angeboten wird. Lediglich die Software und die Daten müssen vom Anwender selbst gewartet werden. Um die Hardware, das Netzwerk und das Betriebssystem sowie alle nicht von der Software stammenden Sicherheitslücken werden vom Dienstleister gepflegt und gewartet.
PDFPortable-Document-Format – Das PDF ist ein von Adobe entwickelten Dokument-Format um Layout, Text und Bilder zu speichern. Das Format ist nach IFO 32000 genormt. Es kann ebenso durch Verschlüsselung und digitale Signaturen geschützt werden.
PDMProduct-Data-Management, dt. Produktdatenmanagement – Dient dem Produktlebenszyklus. Es steuert und verwaltet Produkt-Daten von der Produktidee, über die Entwicklung bis hin zur Produktion. Die Produktdaten werden in Datenbank-Systemen abgelegt und verwaltet. Die meisten Systeme verfügen über Schnittstellen u.a. zu ERP und CAD Systemen.
PIMProduct-Information Management
PLMProduct-Lifecycle-Management -Definiert den Prozess des Managements des gesamten Lebenszyklus eines Produkts. Von der Idee, zur Einführung bis über die Entwicklung und die Fertigung bis hin zum Vertrieb und den Aftersales Prozessen.
PODPrint-on-Demand –  Steht für Drucken auf Abruf. Die Print-on-Demand Technik erlaubt dem Anwender jederzeit per Knopfdruck seine Druck-Publikation, i.d.R. mit aktuellsten Daten, zu erzeugen. Die Technik basiert meist auf Basis einer PDF Datei.
POSPoint of Sale, zu dt. Verkaufsort – Hiermit bezeichnet man aus Sicht des Verkäufers, den Ort an dem ein Verkauf abgewickelt wird. Dies können z.B. ein Ladengeschäft oder ein Messe-Stand sein. Das Gegenteil hierzu ist der POP (Point of Purchase, dt. Einkaufsstelle), die Sicht des Einkäufers.
PRMProduct Resource Management – vereinzelt als Synonym zu PIM zu finden, vornehmlich in Frankreich und England.
proficlassoder proficl@ss – ist eine unabhängige Initiative des Vereins proficl@ss International e.V. und dient zur Klassifikation von Produkten. Der branchenübergreifende Klassifizierungsstandard ermöglicht den elektronischen Handel mit Produktdaten.
SaaSSoftware as a Service
Schattendatenbank
SCMSupply Chain Management
SKUStock Keeping Unit – beschreibt eine ein-eindeutig identifizierbare Bestandseinheit. Diese umfasst alle identischen Artikel einer Variante. Es wird für einen Artikel mehrere SKU´s vergeben, wenn in einem Lager statt eines Standardartikels mehrere Varianten des Artikels vorhanden sind.
SPOTSingle Point of Truth – Siehe SSOT
SSOTSingle Source of Truth – Zu deutsch: „der einzige Punkt der Wahrheit“, Ziel ist einen allgemein- und alleingültigen Datenbestand zu definieren, der komplett richtig und nachhaltig ist.
SSPSingle-Source-Publishing
Template
TMTerminologie-Management
TMSTranslation-Memory-System
UNSPSCUnited Nations Standard Products and Services Code – Ist ein internationales Klassifikationssystem für Produktdaten. Das System dient vor allem der Organisation von unternehmensübergreifenden Klassifikation von Produkten aller Art, im Kontext von E-Procurement Systemen. Das System wird besonders im amerikanischen Raum verwendet.
Web to Printoder Web2Print, W2P – Beschreibt das Produktionsverfahren zur Erstellung von Drucksachen (PDF) via Internet-Technologien. Druckprodukte können mittels Web-to-Print komplett abgewickelt werden. Hierzu zählt nicht nur die Erstellung und das Editieren von Drucksachen, sondern auch kaufmn. Prozesse und Abwicklung wie z.B. die Bestellung.
WFMWorkflow-Management
Workflow
XLIFFXML Localization Interchange File Format – Dient zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten. Das Format ist für den Austausch von Übersetzungsdaten und den dazugehörigen Kontext-Informationen entwickelt worden und wird oft von Translation Memory Systemen verwendet.
XMLeXtensible Markup Language – Ist frei zugängliche genormter Standard des W3C (https://www.w3.org/) und wird zur Übertragung und Speicherung wohlgeformter Daten genutzt. XML ist sowohl durch Maschinen als auch durch Menschen lesbar.
XSLTExtensible Stylesheet Language Transformation