„Print ist tot, lang lebe Print! – Teil II. – Werkzeuge zur dynamischen Printerstellung“

„Print ist tot, lang lebe Print! – Teil II. – Werkzeuge zur dynamischen Printerstellung“

In unserem ersten Artikel haben wir uns mit der verändernden Print- bzw. Katalogwelt befasst. Das Fazit an dieser Stelle war, dass Print ein essentieller Bestandteil der Omnichannel-Kommunikation ist, aber sich zunehmend verändert. Print wird individueller, personalisierter, anspruchsvoller und exklusiver sowie digitaler und On-Demand. In diesem Artikel wollen wir uns nun mit dem Fazit beschäftigen. Nicht nur um der Veränderung der Printwelt gerecht zu werden, ist es von Vorteil, wenn man auf bewährte Publishing-Werkzeuge im Bereich Database-Publishing zurückgreift. Daher wollen wir uns mit der Ideologie der Werkzeuge zur dynamischen Printerstellung befassen. Diese Print-Publishing-Werkzeuge sollen den Anwender unterstützen, aktuelle und auch neue Herausforderungen umzusetzen.

Die derzeitigen Database Publishing-Werkzeuge basieren i.d.R. auf Adobe InDesign. Gelegentlich unterstützen die Lösungen noch zusätzlich QuarkXPress. Weiterhin gibt es Lösungen, die komplett ohne kommerzielle Satzprogramm auskommen und direkt auf PDF Basis publizieren. Ausnahmen findet man heute noch im Bereich der technischen Dokumentation. Hier ist oft Adobe Framemaker oder MS-Word im Einsatz.

Voraussetzung für Database-Publishing ist also der Einsatz eines Layout Programmes wie z.B. Adobe InDesign. Die Database-Publishing-Lösungen haben oft unterschiedliche Philosophien. Einige Lösungen arbeiten in einer vorgelagerten Applikation, welche dem Anwender ermöglicht Templates und Regelwerke zu erstellen und somit auch auf Funktionen zurückzugreifen, die das Layout Programm u.U. nicht bietet. Die Ausleitung erfolgt direkt im Satzprogramm wie z.B. Adobe InDesign. Andere Anwendungen arbeiten als „PlugIn“ direkt im Layout Programm. Der Anwender erstellt somit die Templates in seiner gewohnten Umgebung.

Das Layout Programm alleine, gemeinsam mit der Database-Publishing-Anwendung reicht jedoch nicht aus. Existenziell hierbei ist die „Database“. Also die Daten, welche man im Layout Programm publizieren will. Hier kann z.B. eine einfache Datei wie z.B. eine Excel-Liste oder eine XML-Datei als Datenquelle dienen. Weitaus sinnvoller ist aber ein sogenanntes PIM-System (Product-Information-Management). PIM-Systeme beinhalten in der Regel detaillierte und granulare Produkt-Informationen, welche man zur Erstellung von Print-Publikationen benötigt.

Was macht Database-Publishing letztendlich aus? Welche Merkmale spielen hier eine Rolle?

Oft liest man „Database-Publishing bedeutet Katalogproduktion auf Knopfdruck“. Also die ausgeprägte Automation einer Printproduktion. Dies ist aber nur ein mögliches Merkmal von Database-Publishing. Die Vorteile sind wesentlich vielfältiger.

Neben der Automation, die je nach Publikation sehr stark variieren kann, unterstützt Database-Publishing den Anwender z.B. in der Erstellung von multilingualen Publikationen. So können Print-Publikationen in verschiedenen Sprachen parallel produziert werden. Der Anwender kann dann zwischen den Sprachen springen und lediglich qualitätssichernd die Lauflängen der Texte anpassen.

Ein weiteres Merkmal ist die Möglichkeit der Aktualisierung im Database-Publishing. Publikationen können zu einem Zeitpunkt produziert werden, in dem der finale Inhalt noch nicht freigegeben ist. Durch eine spätere Aktualisierung können so ältere Inhalte durch aktuelle getauscht oder ergänzt werden. Ein klassisches Beispiel hier ist z.B. das Preis-Update kurz vor Fertigstellung bzw. Druck. So können Preise noch in letzter Minute aktualisiert werden. Diese Funktion ermöglicht es, Datenpflege parallel zum Print-Erstellungsprozess zu betreiben, was letztendlich eine große Zeitersparnis im gesamten Print-Produktionsprozess bedeutet.

Oft werden im Rahmen der Database-Publishing-Lösungen auch Kollaborations-Tools angeboten. Diese zusätzlichen Helfer Programme unterstützen die Print-Produktion. Angefangen von der digitalen Bestückung von Prospekten oder Katalogen bis hin zum digitalen Korrekturworkflow mit Annotations-Werkzeugen, bieten die Software Hersteller verschiedene Zusatzlösungen an.

Die Auswahl des richtigen Werkzeuges gestaltet sich oft schwieriger als gedacht. Die Auswahl des richtigen Werkzeuges erfordert meist eine detaillierte Vorarbeit und Definition der Anforderungen. Die Vielfalt der Anbieter ist groß und nicht jedes Werkzeug passt zu jeder Anforderung.

Zusätzlich wird oft die Benutzerfreundlichkeit solcher Lösungen unterschätzt. Die Bedienung der Database-Publishing-Lösungen kann mit Unter sehr komplex sein. Hier ist oft eine Unterstützung von externen Dienstleistern notwendig.

Zusätzlich gibt es artverwandte Themen. Es lohnt sich unter Umständen einen Blick auf diese verwandten Themen zu werfen, manchmal sind diese Wege die bessere Lösung für Ihre Anforderung. Verwandte Themen sind z.B. Web2Print oder Online-Publishing.

Unser Fazit ist einfach.

Eine Database-Publishing-Lösung erleichtert die Print Produktion und gestaltet diese nachhaltig und steigert die Qualität. Empfehlenswert ist der Einsatz in Kombination mit einem PIM-System. Jedoch sollte bei der Auswahl der richtigen Lösung sehr genau hingeschaut werden. Komplexe Bedienbarkeit können die Folgekosten erhöhen.

Lesen Sie in Kürze aus der Reihe „Print ist tot, lang lebe Print!“, ADSCAPE Media-Wissen Teil III. -„PIM Systeme als Silo Ihrer Produktdaten“

 

Autor:

Marco Kahler, CEO
ADSCAPE GmbH
Spandauer Str. 40
D-57072 Siegen
www.adscape.de

 

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